Nachlese Great Place to Work Conference, Baden/Wien

Internationales Publikum, spannende Vorträge und Praxisrunden, anregende Gespräche: die besten Arbeitgeber Europas hielten das implizite Versprechen, dass bei dieser Konferenz viel Großartiges zu sehen und zu hören sein wird. Hier nur einige der Eindrücke, die ich aus Baden bei Wien mitgenommen habe: Das Leitthema der Krise war gut gewählt, da in vielen Vorträgen und individuellen Beiträgen gut aufgezeigt werden konnte, wie sehr die Unternehmen selbst bestimmen, wie man auf die Krise reagiert, vor allem, was die Kommunikation über die Krise mit den Mitarbeitern betrifft.

Unternehmen, die den Weg des Schweigens oder des langen Vorbereitens in der Kommunikation gehen, geraten schnell ins Hintertreffen. Je offener die Kommunikation ist und je rascher die Unternehmen auf die Mitarbeiter zugehen, desto mehr Rückhalt gibt es von ihnen auch in schwierigen Zeiten. Dabei kommt es vor allem darauf an, authentisch zu bleiben - die Mitarbeiter erwarten keine schnellen einfachen Antworten, auch wenn manche Fragen nicht beantwortbar sind, akzeptieren das Mitarbeiter besser als wenn gar keine Antworten angeboten werden. Das wertschätzende Zugehen der Manager auf ihre jeweiligen Mitarbeiter im direkten Gespräch ist der Schlüssel für Vertrauensbildung.

Microsoft wurde vom Great Place to Work® Institute erneut zum besten Arbeitgeber Europas gekürt. Das Unternehmen erzielt in der Kategorie der Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern Platz 1 vor dem deutschen Versicherungsunternehmen impuls Finanzmanagement und dem IT-Giganten Google. In der Größenkategorie der Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern führt der griechische Poolhersteller Piscines Idealis die Liste an, gefolgt von den Softwareunternehmen Reaktor Innovations aus Finnland und der deutschen ConSol* Software.

Insgesamt nahmen heuer mehr als 1.350 Unternehmen am Great Place to Work® Wettbewerb teil. Der Anstieg der Teilnehmerzahl zeigt, dass immer mehr Unternehmen trotz Wirtschaftskrise an einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Arbeitsplatzqualität interessiert sind. Dass sich dieses Engagement auch in wirtschaftlicher Hinsicht auszahlt, ist längst bekannt. So steigerten die 100 besten Arbeitgeber Europas trotz Krisenzeit im letzen Finanzjahr ihre Einnahmen im Durchschnitt um 23%, zugleich stieg die Mitarbeiteranzahl in diesen Unternehmen um 11,4%.
2009-05-22 • Ralf Tometschek
Kategory: Culture Club

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