Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zahlt sich aus!

Eine Aufsehen erregende Studie von psychonomics im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales belegt, dass sich rund ein Drittel des wirtschaftlichen Erfolgs von Unternehmen auf das Engagement der Mitarbeiter zurückführen lässt. Das Mitarbeiterengagement selbst wird maßgeblich von der Qualität der Mitarbeiterorientierung innerhalb der Unternehmenskultur beeinflusst. Gleichzeitig zeigt die Studie , dass das dieses Potenzial in vielen Unternehmen noch nicht ausreichend genutzt wird: Nur 31 Prozent der Mitarbeiter in den deutschen Unternehmen können als umfassend bzw. aktiv engagiert gelten. Sie zeigen eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft, besonderen Stolz auf ihre Tätigkeit und ihren Arbeitgeber sowie eine hohe Bindung an das Unternehmen.

Großteil nur “passiv zufrieden”

Der größte Teil der Beschäftigten zeigt sich hingegen nur passiv-zufrieden (37%). Knapp jeder fünfte Beschäftigte (18%) ist mit seiner Arbeit bzw. seinem Arbeitgeber sogar akut-unzufrieden bzw. desinteressiert (14%). Von einer generellen Unzufriedenheit der Belegschaften in Deutschland kann allerdings nicht die Rede sein: Drei Viertel (77%) der Mitarbeiter sind “im Großen und Ganzen” mit ihrer Arbeit zufrieden - allerdings mit abnehmender Tendenz des Zufriedenheitsniveaus. Im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahr 2001 sank der Anteil derer, die an ihrem Arbeitsplatz “völlig zufrieden” sind, von 16 auf sechs Prozent. Gleichzeitig stieg der wahrgenommene Stress am Arbeitsplatz. Zudem ist der bundesdeutsche Durchschnitt der Qualität der Arbeitplatzkultur noch sehr deutlich vom Niveau derjenigen Unternehmen entfernt, die jährlich als “Deutschlands Beste Arbeitgeber” ausgezeichnet werden ( www.greatplacetowork.de).
Befragt wurden mehr als 37.000 Beschäftigte in 314 Unternehmen aus den zwölf größten Branchen. Damit handelt es sich um die weltweit bislang größte repräsentative Untersuchung ihrer Art. Kooperationspartner der Studie waren das Great Place to Work® Institute Deutschland und das Wirtschafts- und Sozialpsychologische Institut der Universität zu Köln.
2008-11-18 • Ralf Tometschek
Kategory: Studien

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