Markenbotschafter – Studie zeigt großes Potenzial auf
Viele Unternehmen in Österreich nutzen ihre Führungskräfte und Mitarbeiter nicht aktiv als Markenbotschafter und vergeben damit wertvolles Potenzial – sowohl bei der Kundenbindung als auch bei der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Das ergibt eine aktuelle Studie von IDENTITÄTER & YouGovPsychonomics.
Die Umfrageergebnisse zeigen unter anderem, dass nur knapp 2/3 der Mitarbeiter gerne Markenbotschafter für die Produkte und Dienstleistungen des eigenen Unternehmens sind (65 %*). Weniger als 2/3 der Mitarbeiter sind stolz auf das eigene Unternehmen und erzählen gerne darüber (59 %). Aber auch, was die eigene Marke im Vergleich besonders macht, können nicht alle beschreiben: Nur rund 2/3 der Mitarbeiter könnten nach eigenen Angaben informieren, inwiefern das eigene Unternehmen bessere Produkte oder Dienstleistungen anbietet als der Wettbewerb (65 %).
Vermutlich wären die Ergebnisse ohne die Krise noch schlechter. Die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz und mangelnde Jobalternativen halten viele Mitarbeiter ohne echtes Engagement beim derzeitigen Arbeitgeber. Darauf deutet vor allem auch dieses signifikante Ergebnis: Immerhin fast 1/3 der Mitarbeiter würden den Arbeitgeber wechseln, bekämen sie in einem anderen Unternehmen nur um 10 % mehr Gehalt. Entscheidend auch die Rolle der Führungskräfte: Nur 47 % der Mitarbeiter sehen ihre Führungskräfte als Vorbilder in Sachen Markenbotschafter. „People join companies and leave managers“ – heißt es so treffend.
Deutlichen Nachholbedarf zeigt die Studie auch im Bereich der Arbeitgebermarken-Positionierung, dem Employer Branding. Weniger als die Hälfte der Mitarbeiter halten das eigene Unternehmen für einen attraktiven Arbeitgeber (48 %). Zwar schätzen gut 2/3 der Mitarbeiter die Bekanntheit Ihres Unternehmens als hoch ein (67 %), gleichzeitig meinen 44 %, ihr Unternehmen schaffe es nicht, offene Stellen mit den richtigen Mitarbeitern zu besetzen. Die Versprechungen zu halten, die Bewerbern gemacht werden, gelingt in den Augen der Befragten zu 58 %.
Zusammengefasst: Die Unternehmen verschenken beim Vermitteln ihrer Marke nach innen viel Potenzial. Mitarbeiter sind sowohl zum Kunden als auch zu potenziellen Mitarbeitern wertvolle Imageträger und Multiplikatoren des Markenversprechens. Was ist zu tun? Wie gegensteuern? Innen beginnen und die Marke im Dialog mit den Mitarbeitern in deren Arbeitsalltag bringen. Nur so können Unternehmen und Marken auch Vertrauenskrisen vorbauen, wie wir sie in den letzten Monaten erlebt haben.
Die Daten zur Studie wurden von YouGovPsychonomics im Dezember 2009 im Rahmen einer Omnibus-Umfrage in Österreich unter 522 Personen erhoben.
*alle genannten Werte sind Top-Box-Werte „trifft zu/trifft eher zu“
Die Umfrageergebnisse zeigen unter anderem, dass nur knapp 2/3 der Mitarbeiter gerne Markenbotschafter für die Produkte und Dienstleistungen des eigenen Unternehmens sind (65 %*). Weniger als 2/3 der Mitarbeiter sind stolz auf das eigene Unternehmen und erzählen gerne darüber (59 %). Aber auch, was die eigene Marke im Vergleich besonders macht, können nicht alle beschreiben: Nur rund 2/3 der Mitarbeiter könnten nach eigenen Angaben informieren, inwiefern das eigene Unternehmen bessere Produkte oder Dienstleistungen anbietet als der Wettbewerb (65 %).
Vermutlich wären die Ergebnisse ohne die Krise noch schlechter. Die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz und mangelnde Jobalternativen halten viele Mitarbeiter ohne echtes Engagement beim derzeitigen Arbeitgeber. Darauf deutet vor allem auch dieses signifikante Ergebnis: Immerhin fast 1/3 der Mitarbeiter würden den Arbeitgeber wechseln, bekämen sie in einem anderen Unternehmen nur um 10 % mehr Gehalt. Entscheidend auch die Rolle der Führungskräfte: Nur 47 % der Mitarbeiter sehen ihre Führungskräfte als Vorbilder in Sachen Markenbotschafter. „People join companies and leave managers“ – heißt es so treffend.
Deutlichen Nachholbedarf zeigt die Studie auch im Bereich der Arbeitgebermarken-Positionierung, dem Employer Branding. Weniger als die Hälfte der Mitarbeiter halten das eigene Unternehmen für einen attraktiven Arbeitgeber (48 %). Zwar schätzen gut 2/3 der Mitarbeiter die Bekanntheit Ihres Unternehmens als hoch ein (67 %), gleichzeitig meinen 44 %, ihr Unternehmen schaffe es nicht, offene Stellen mit den richtigen Mitarbeitern zu besetzen. Die Versprechungen zu halten, die Bewerbern gemacht werden, gelingt in den Augen der Befragten zu 58 %.
Zusammengefasst: Die Unternehmen verschenken beim Vermitteln ihrer Marke nach innen viel Potenzial. Mitarbeiter sind sowohl zum Kunden als auch zu potenziellen Mitarbeitern wertvolle Imageträger und Multiplikatoren des Markenversprechens. Was ist zu tun? Wie gegensteuern? Innen beginnen und die Marke im Dialog mit den Mitarbeitern in deren Arbeitsalltag bringen. Nur so können Unternehmen und Marken auch Vertrauenskrisen vorbauen, wie wir sie in den letzten Monaten erlebt haben.
Die Daten zur Studie wurden von YouGovPsychonomics im Dezember 2009 im Rahmen einer Omnibus-Umfrage in Österreich unter 522 Personen erhoben.
*alle genannten Werte sind Top-Box-Werte „trifft zu/trifft eher zu“
