Die Überlebensfrage

von / Sonntag, 16 Februar 2014 / Veröffentlicht in Aktuelles
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Zukunft und Verantwortung sind mir vor kurzem neu begegnet. Business Circle hatte eingeladen, Harry Gatterer und der Trendreport 2014 waren das Thema. “Gute Idee zu Jahresbeginn“, denke ich mir und geh hin.

Bis jetzt war Trendforschung für mich das Denken in Szenarien einer um Objektivität und Wissenschaftlichkeit bemühten Gruppe von Fachleuten. Die publizierten oder referierten Ergebnisse fielen zumeist der Kategorie „Aja, interessant.“

Umso überraschender ein Zukunftsforscher, der sagt und nachweist: Die Welt gelingt heute schon besser als je zuvor. Wir sehen oft nur Krisen und Katastrophen, weil wir im Grunde in langweiligen Zeiten leben. Unser Hirn sucht nach einfachen Geschichten und findet Endzeitromane und apokalyptische Filme – und so fühlen wir uns dann auch …

Der Trendreport 2014 (Y-Events – Die positiven Überraschungen unserer Zukunft) lenkt den Fokus auf Entwicklungen, die unsere Welt grundlegend verbessern. Dass positive Bilder Menschen positiv beeinflussen, ist heute das Kleine Seminareinmaleins. Zukunftsforschung als Gestaltung dieser Bilder aufzufassen, ist neu, politisch, prickelnd. Das ist Mitgestalten im großen Stil.

Und was hat das mit Marke zu tun?

Wir fassen Marken als Bewegungen auf, die etwas erreichen wollen. Und wir mobilisieren Menschen durch positive Zukunftsbilder – oft genug treffen wir dabei auf Jammerkulturen, Sorgengemeinschaften und elitären Pessimismus. Die Grundlage dafür ist bei aller Empathie nicht nachvollziehbar.

Danke, Harry Gatterer, für den Rückenwind: Zukunft kann man nicht deuten, wir alle müssen sie gestalten. Wie sehen Sie das? Karin Krobath freut sich auf Ihre Meinung: karin.krobath@identitaeter.at

 

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